Multisensorisches Marketing: Weißt du, was dich beim Einkaufen beeinflusst?

Werbung siehst du jeden Tag, ob in der Tageszeitung am Morgen, auf Plakatwänden auf dem Weg zur Arbeit, bei der Recherche im Internet oder im Fernsehen am Abend. Es sind circa 6.000 Werbebotschaften. Doch uns fallen nicht nur die großen Plakate in der Stadt oder Flyer im Geschäft ins Auge, wir werden von den Unternehmen auch direkt über unsere Ohren, Nasen, Hände und den Mund verführt.

Denke doch jetzt in diesem Moment einmal an deinen Lieblingskuchen, den deine Oma für dich immer gebacken hat. Ist es der leckere warme Apfelkuchen oder der sechsstöckige Frankfurterkranz? Steigt dir da auch sofort der Duft in die Nase?

Genau damit, dass du zum Beispiel Farben und Gerüche wiederkennst und diese zuordnen kannst, arbeiten auch Unternehmen.

Das nennt sich:

Multisensorisches Marketing

Das multisensorische Marketing arbeitet mit den Erkenntnissen des Neuromarketings und setzt auf Wiedererkennungs- und Sympathiewerte der Konsumenten, also dein Erinnerungsvermögen (zum Beispiel den leckeren Apfelkuchen von eben). Durch die Ansprache möglichst vieler Sinne, sollen möglichst viele Hirnregionen aktiviert und die Erlebnisse mit dem Unternehmen/ der Marke abgespeichert werden.

Marktforscher sprechen den Sinnen eine sehr große Rolle bei der Kaufentscheidung zu. Wobei den geringsten Einfluss tatsächlich das “Sehen” hat. Der Geruchssinn hat den größten Einfluss auf eine positive Kaufentscheidung.

Diese Beispiel kennst du vielleicht selbst:

  • Der Geruch eines Neuwagens und das Klappen von Autotüren (riechen und hören)
  • Die Geräusche eines Staubsaugers oder Föns (hören)
  • Die Obst- und Gemüsetheken in Supermärkten (riechen und sehen)
  • Das Knuspern von Cornflakes (hören und schmecken)

Eine Marke die zum Beispiel sehr bekannt dafür ist, das sie mit ihrem Duft, der Gestaltung der Läden und der Musik viele Sinne nutzt, ist die Modekette Hollister. Aber auch Autohäuser, Supermärkte, Einkaufszentren und selbst Fitnessstudios arbeiten damit, um dir deinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Multisensorisches Marketing spricht also Kunden mit möglichst vielen, markenrelevanten Sinnen an. Es bindet Kunden durch ein intensiveres Erleben stärker und differenziert die Marke vom Wettbewerb. Es macht das Markenbild einzigartig und du erinnerst dich noch viel später daran.

Multisense” – das Institut für Multisensorisches Marketing beschäftigt sich genau mit diesen Themen. Es bietet selbst verschiedene Veranstaltungen, ein Forum in München mit Workshops, Erlebnismessen und zeigt Experteninterviews. Eine super Quelle um sich zu diesem Thema weiter zu belesen.

Wo fällt dir selbst diese Beeinflussung oft auf? Oder war dir das vielleicht gar nicht so bewusst?

Viel Spaß bei deinem nächsten Einkauf!

Multisensorisches Marketing
Omas leckerer Streuselkuchen
Quelle: eigenes Bild

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